Paradox: Deutsche setzen am liebsten auf Niedrigzinsen


Die Deutschen haben eine neue beliebteste Form der Geldanlage. Die Wahl fiel allerdings nicht auf eine erfolgsversprechende Anlageform.

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Kleinkind mit Hand vorm Gesicht

Einer aktuellen Umfrage des Marktforschungsinstituts Kantar TNS zur Folge gibt es einen neuen Spitzenreiter bei den beliebtesten Formen der Geldanlage. Wer allerdings glaubt, dass nach Jahren niedriger Zinsen ein Umdenken im Kopf der Deutschen zugunsten renditeträchtiger Anlageformen stattgefunden hat, irrt: Das Girokonto löst das Sparbuch ab, das fortan auf Rang zwei liegt.

Selbstverständlich ist ein Girokonto notwendig, um regelmäßige Zahlungsvorgänge abwickeln zu können. Bei einem Habenzins um die null Prozent bei einem Großteil der Banken, scheint die „Geldanlage“ für viele allerdings ausschließlich der Aufbewahrung des Kapitals zu dienen. Der ursprüngliche Gedanke – Geld anlegen, um Vermögen aufzubauen – scheint nicht zuletzt aufgrund der Niedrigzinsepoche in Vergessenheit geraten zu sein.

Die Möglichkeiten, bestehendes Vermögen mit renditestarken Geldanlageprodukten zu vermehren, sind auch heute vorhanden. Betrachten wir etwa die Wertentwicklung von Aktien: Der Aktienindex MSCI World beinhaltet Aktien von 23 Industrieländern. Anleger, die in den vergangenen 15 Jahren in diesen Index investierten, erzielten eine durchschnittliche Rendite von etwa neun Prozent pro Jahr – trotz Finanzkrise.  

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Quellen

Kantar TNS/Verband der Privaten Bausparkassen, 2018