Marktkommentar von Nico Auel zum 4. Quartal 2018


Produktmanager Nico Auel erläutert, warum die Strategien der ETF-Vermögensverwaltung in 2018 besser als der DAX abschnitten.

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Nico Auel, PCM-Marktkommentar

Das Börsenjahr 2018 war zum Vergessen. Mit einem schwarzen Dezember und ruckartigen Kursrückgängen beendete der deutsche Börsenindex DAX das Jahr mit mehr als 18% Verlust. Auch unsere aktienlastigen Strategien Wachstum und Ertrag wurden von diesen Verwerfungen an den Märkten in Mitleidenschaft gezogen. Mit -10,42% (RWB Wachstum) und -6,47% (RWB Ertrag) schlossen Sie allerdings deutlich besser als der deutsche Leitindex ab.

Für die im Verhältnis zum DAX relativ gute Performance war vor allem die Entwicklung des US-ETF auf den S&P500 verantwortlich, der mit einer Entwicklung von -1,05% verhältnismäßig gut abschnitt. Die überproportionale Entwicklung lag hier vor allem an Währungseffekten zu unseren Gunsten. Der seit April 2018 im Verhältnis zum Euro stark steigende US-Dollar unterstützte die relative Entwicklung des in US-Dollar nominierten ETF erheblich und gab den Strategien Wachstum und Ertrag etwas Rückenwind in diesem schwierigen Börsenjahr.

Aufgrund der Verwerfungen im November und Dezember wurden fast alle Aktien-ETFs der Strategien Wachstum und Ertrag verkauft und die Regel des RWB Schutzschildes aktiviert. Mit einem möglichen ungeordneten Brexit in Sichtweite ist es sicherlich beruhigend, dass ein Großteil der Anlegergelder aktuell nicht dem Marktrisiko ausgesetzt ist. Wir werden nach unserer automatisierten Einstiegsregel im Februar/März und Mai/Juni wieder schrittweise in den Markt einsteigen.

Die US-Notenbank FED erhöhte die Zinsen im Dezember erneut mit der kleinstmöglichen Erhöhungsspanne. In 2019 werden die amerikanischen Notenbanker mit hoher Wahrscheinlichkeit die Füße vom Zinsgaspedal nehmen. Der verschuldete US-Apparat kann sich gerade im Angesicht von Donald Trump’s Steuerreform keine weiter steigenden Zinskosten leisten.

Den Knopf für Zinserhöhungen in Europa hat Mario Draghi immer noch in der Schublade versteckt. Ob er oder seine Nachfolger jemals wieder den Schlüssel zu dieser Schublade finden werden, ist fraglich.

Sie brauchen sich bei Ihrer Vermögensbildung also nicht auf die Notenbanker oder Politiker verlassen. Und zwar egal welches Parteibuch Sie zu Grunde legen. Der Wirtschaftsminister und der Arbeitsminister legen aktuell zwar Reformen vor, doch die Möglichkeit, die Bevölkerung an der produktiven Wertschöpfung der Unternehmen zu beteiligen, spielt dabei keine Rolle. Das müssen Sie also selbst in die Hand nehmen. Am besten mit monatlichen Sparplänen. Legen Sie los!

Nico Auel

Produktverantwortlicher Public Capital Markets

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