Marktkommentar von Nico Auel zum 3. Quartal 2018


Wie haben sich die ETF-Strategien der RWB im dritten Quartal 2018 entwickelt? Ein Kommentar von Produktmanager Nico Auel.

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Die beiden Hauptstrategien RWB Wachstum (+2,29%) und RWB Ertrag (+1,54%) entwickelten sich im dritten Quartal äußerst positiv. Der deutsche Aktienmarkt trat im gleichen Zeitraum auf der Stelle und weist mit -0,6% eine leicht negative Performance auf.

Den größten Beitrag zur positiven Entwicklung unserer Strategien leistete der US-ETF auf den S&P500, der mit einer Entwicklung von +7,45% nicht nur die deutschen Märkte, sondern auch die ETFs der Region Europa und Emerging Markets weit hinter sich ließ. Unterstützend kommt hinzu, dass der US-ETF in US-Dollar nominiert ist. Auch im dritten Quartal haben wir einen weiteren Anstieg des US-Dollars zum Euro beobachten können, der uns positive Währungseffekte bescherte.

Die US-Notenbank bleibt bei ihrer Tendenz, die Zinsen weiter in Mini-Schritten anzuheben und liefert damit dem US-Dollar weiterhin tatkräftigen Rückenwind gegenüber dem Euro. Eine aktuell auf Hochtouren laufende US-Konjunktur könnte sich allerdings bei weiteren Zinserhöhungen schnell zu einer lahmen Ente entwickeln. Ein abruptes Ende des Booms will keiner und schon gar nicht der US-Präsident. Es bleibt also abzuwarten, ob die angekündigten Zinsschritte in 2019 auch wirklich kommen.

Den Knopf für Zinserhöhungen in Europa hat Mario Draghi noch lange nicht aus der Schublade geholt. Ganz im Gegenteil, er liegt weit unten in der tiefsten dunklen Ecke von Draghis Schreibtisch und hat langsam die ersten Staubfäden angezogen. Zwar läuft das Anleihekaufprogramm Ende des Jahres aus, aber die Verkleinerung der EZB-Bilanz und der Verkauf des Anleihebestandes an den Markt stehen bei weitem noch nicht auf der Tagesordnung.

Es heißt also weiterhin: Im Westen nichts Neues. Die Zinsen bleiben niedrig, vor allem, wenn Sie die Inflation noch mit berücksichtigen. Das Thema Altersvorsorge rückt in der Niedrigzinsepoche immer mehr in den Fokus und hat mittlerweile im Gesicht der Rentendebatte die Politik erreicht.

Mein gut gemeinter Ratschlag: Verlassen Sie sich bei der Altersvorsorge nicht auf die Politik, egal ob der nächste Kanzler Merkel, Merz, Schäuble, Kramp-Karrenbauer oder Spahn heißt, sondern vertrauen Sie Ihrem regelmäßigen ETF-Sparplan.

Nico Auel

Director & Produktverantwortlicher Public Capital Markets,
RWB Group

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