Der aktuelle Marktkommentar zu den Public Capital Markets


Wie haben sich die Public Capital Markets im 2. Quartal 2017 entwickelt? Ein Kommentar von Nico Auel, Director der RWB Group AG.

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Nico Auel - PCM-Marktkommentar

Unaufgeregt und unverändert, das ist das Credo für das zweite Quartal 2017. An den Märkten hat sich wenig getan. Der DAX endete im Juni nahezu mit einer Punktlandung im Vergleich zum Start des Quartals. Gleiches gilt für die RWB Strategien. Auch hier lagen die Entwicklungen aller Portfolios nahezu bei +/- Null auf Dreimonatsbasis.

Auf Halbjahressicht verzeichnet die Aktienstrategie RWB Wachstum einen Anstieg um +5,52 Prozent und die mit einigen Anleihen angereicherte Strategie RWB Ertrag kommt auf +2,48 Prozent. Damit liegen wir für 2017 voll im Plan. Auch an der fundamentalen Front hat sich kaum etwas getan. Es gab im ersten Halbjahr zwar zwei Mini-Zinserhöhungen in den USA, doch bereits im Juli legte die amerikanische Notenbank erstmal wieder eine Zinspause ein. Die weltweiten Notenbankchefs feuern zwar stets eine große Menge an finanzrhetorischen Salven ab, doch tief im Innern kann man ihre Angst spüren, das zinspolitische Schlaraffenland zu verlassen. Die Realität ist schlicht, dass wir uns weiterhin in einer Niedrigzinsepoche befinden, mit Betonung auf Epoche!

Was lernen wir Deutschen daraus? Nichts! Der Durchschnittsbürger hält in Deutschland immer noch mehr als viermal so viel Geld auf dem Tagesgeldkonto als er in Aktien investiert hat. Bei einer Inflationsrate für 2017 von erwarteten 1,8 Prozent und einem Tagesgeldzins von im Schnitt 0,15 Prozent ergibt das einen Nettoverlust von 1,65 Prozent.

Bleibt die Situation so und macht der Deutsche Sparer weiterhin nichts, würde das bedeuten, dass er nach 20 Jahren knapp 30 Prozent seiner Substanz verloren hätte. Die FAZ beschrieb die Deutschen unlängst sehr treffend als „Spar-Masochisten“, die sich gerne selber quälen und ihr Vermögen gerne schrumpfen sehen. Eine Investition in Aktien, auch in Indexfonds, ist auch nicht immer nur heile Welt, das gebe ich zu. Auch hier verursacht das kurzfristige Auf und Ab bei einigen Anlegern leichte Schmerzen. So lange Sie Ihr Geld mittels Indexfonds breit streuen und idealerweise monatlich investieren, brauchen Sie sich allerdings nicht zu sorgen.

Während die Inflation vergleichbar ist mit einem schweren Muskelfaserriss von dem Sie sich so schnell nicht erholen, steht der kleine Muskelkater sinnbildlich für das Auf und Ab an den Börsen. Ähnlich wie der Schmerz des Muskelkaters ein Zeichen für Wachstum und Verbesserung ist, lohnt sich auch für Sie das Aushalten der kleinen Auf und Abs der Börse enorm. Langfristig profitieren Ihr Geldbeutel und Ihre Lebensqualität!

Den aktuellen Marktkommentar finden Sie in der PCM Inside.

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