Wie sich Sparen wieder lohnt


Man kann es nicht mehr hören: Die Zinsen sind niedrig, Sparer müssen zu Investoren werden. Wir finden: Sparen ist gut, nur auf das WIE kommt es an.

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Sparen alleine rechnet sich nicht. Das ist nichts Neues, sollte uns Deutsche aber ganz besonders interessieren. Denn nach Analysen der DZ Bank legen wir rund 10 Prozent unseres verfügbaren Einkommens zur Seite – deutlich mehr als die meisten anderen Länder. Über das WIE müssen wir uns allerdings unterhalten.

Längst schallt es von allen Dächern: Mit traditionellen Sparanlagen ist nichts mehr zu holen. Die Zinsen sind seit Jahren im Keller und werden wohl auch in den nächsten Jahren nicht signifikant steigen. „Dafür ist es sicher“, heißt ein häufiges Argument. Auf einem Sparbuch etwa bliebe der Betrag beispielsweise auch bei Konjunkturschwankungen gleich. Das stimmt nur zum Teil. Bei genauerem Hinsehen bleibt zwar der Betrag unverändert, der Wert des Geldes allerdings nimmt ab. Denn obwohl die Inflationsrate mit 1,4 Prozent (Stand 2019) derzeit nicht sonderlich hoch ist, übersteigt sie die Zinsen. Das Resultat: Der Betrag bleibt gleich, das Geld verliert aber an Kaufkraft. ‚Sicher‘ – da sollten wir uns einig sein – ist das nicht. Fazit: Der Zinseffekt ist dahin. Das klassische Sparen lohnt nicht mehr. Wie geht es besser?

Auf den eigenen Verstand vertrauen

An dieser Stelle müssen wir uns bewusst machen, wie und wo Erträge entstehen. Denn es sind nicht etwa wundersame Vermehrungen in Banken oder beim Staat.

Erträge entstehen da, wo Wertschöpfung stattfindet. Dies geschieht in einer Volkswirtschaft in Unternehmen. Nahezu alle Einkommen in Form von Löhnen, Zinsen, Dividenden und selbst der Großteil der Steuereinnahmen der Bundesrepublik resultieren aus der Produktivität in Unternehmen – ganz egal ob produzierendes oder Dienstleistungsgewerbe. Das bedeutet: Wer sich mit seinem gesparten Kapital an Unternehmen beteiligt, bringt es in diesen Wertschöpfungsprozess ein und profitiert unmittelbar vom Unternehmenserfolg in Form von Wertsteigerungen sowie Gewinnausschüttungen. Für Normalbürger gibt es zwei gängige Möglichkeiten, sich an Unternehmen mit Eigenkapital zu beteiligen – Aktien und Private-Equity-Beteiligungen. Erfüllen diese Anlagemöglichkeiten das hohe Sicherheitsbedürfnis deutscher Sparer? Jein.

Nicht in Tagen und Wochen, sondern in Jahren und Jahrzehnten denken

Auch bei Unternehmensbeteiligungen entscheidet das WIE über die Anlagesicherheit. Wer beispielsweise eine einzelne Aktie aussucht, ist vom Erfolg dieses einzigen Unternehmens abhängig. Wer sich hingegen an einer Vielzahl von Unternehmen beteiligt – am besten aus verschiedenen Ländern und Branchen – kann den mäßigen Erfolg einzelner Firmen in der Regel mehr als ausgleichen. Klar ist: Kurzfristige Marktstimmungen und Konjunkturschwankungen haben Auswirkungen auf Bewertungen von Unternehmen. Sparen ist aber keine kurzfristige, sondern eine langfristige Angelegenheit. Wer daher nicht in Tagen und Wochen, sondern in Jahren und Jahrzehnten denkt, hat mit breitgestreuten Unternehmensbeteiligungen die besten Chancen auf attraktive Zugewinne. Ein Beispiel: Wer beispielsweise zum ungünstigsten Zeitpunkt vor der Finanzkrise einen Tag vor der Pleite von Lehman Brothers in alle 30 DAX-Unternehmen investiert hatte, konnte zehn Jahre später trotz Crash eine jährliche Rendite von 7,2 Prozent einfahren.

Private Equity weist hier noch eine Besonderheit auf: Hinter Private Equity verbirgt sich die Beteiligung an nichtbörsennotierten Unternehmen. Der Wert dieser Firmen entwickelt sich deutlich robuster. Denn die Bewertungen sind hauptsächlich von der jeweiligen operativen Entwicklung der Unternehmen und weniger von Marktstimmungen abhängig.

Bereits ab 50 Euro im Monat können Normalbürger mit Private-Equity-Dachfonds bei der RWB sparen. Dahinter steckt ein langfristiges, sicherheitsorientiertes Konzept. Das Kapital wird über eine Vielzahl von Private-Equity-Fonds in deutlich über einhundert Unternehmen verschiedener Branchen und Regionen investiert. Ein Weg, bei dem sich Sparen wieder lohnt.

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