Viel „Peoples Business“ – So schaffen wir den Zugang zu den begehrtesten Private-Equity-Fonds


David Schäfer, Head of Portfoliomanagement, schreibt im Artikel darüber, mit welcher Strategie die RWB Anlegergelder investiert und erklärt in welchen Marktsegmenten das Ertragspotential am höchsten ist.

Handschlag Geschäftspartner

Das investierte Kapital in Private Equity ist in den letzten 25 Jahren stark angestiegen. Verwalteten die Fonds 1995 noch rund 200 Milliarden US-Dollar, sind es heute mehr als drei Billionen. Alleine seit 2012 haben sich die Mittel verdoppelt.1 Einer aktuellen Umfrage des Analysehauses Preqin zufolge investieren Anleger vor allem aufgrund der hohen absoluten und risikobereinigten Renditen. Mit den Ergebnissen scheinen sie dabei zufrieden zu sein: 95 Prozent der Investoren wollen den Anteil an Private Equity beibehalten oder weiter ausbauen.2  In Zukunft dürfte demnach noch mehr Kapital für Private-Equity-Fonds zur Verfügung stehen. Ein einzelner dieser Fonds beteiligt sich an etwa 10 bis 20  Unternehmen. Bei unseren sicherheitsorientierten Anlagelösungen investieren wir das uns anvertraute Kapital der RWB Anleger daher jeweils gebündelt in eine Vielzahl von Private-Equity-Fonds und erreichen so eine Streuung über hunderte Unternehmen verschiedener Branchen, Regionen und Finanzierungsanlässe. Auf diese Weise sinkt das Verlustrisiko auf ein Minimum.

Verlustrisiken zu minimieren ist selbstverständlich unsere Pflicht. Ebenso wichtig ist es aber, unseren Anlegern die besten Chancen auf gute Erträge zu ermöglichen, für die die Anlageklasse Private Equity steht. Daher ist es mit der bloßen Streuung des Kapitals über viele Fonds nicht getan. Unser Ziel ist es, in die besten Fonds mit dem höchsten Ertragspotential zu investieren.

Die stark angestiegenen Mittel in Private Equity haben den Markt verändert, denn heute muss viel mehr Kapital in Unternehmen investiert werden, als etwa zur RWB Gründungszeit. Zwar sind in den letzten Jahren viele neue Private-Equity-Fonds entstanden. Am gefragtesten sind allerdings die erfahrenen Fondsmanager, die in der Vergangenheit bereits bewiesen haben, dass sie gute Resultate erzielen. In einigen Marktsegmenten haben neue Investoren kaum eine Chance, in die begehrten Fonds zu investieren.

Welches Private-Equity-Marktsegment ist am attraktivsten?

Das viele Kapital im Markt hat die Einstiegspreise in nahezu allen Segmenten ansteigen lassen. Es sind allerdings vor allem die sehr großen Private-Equity-Fonds mit teils zweistelligem Milliardenvolumen, die Schwierigkeiten haben, zu fairen Preisen in geeignete Unternehmen zu investieren. Aufgrund ihrer Fondsgröße müssen sie zwangsläufig auf größere, bekanntere und damit in den meisten Fällen auch teurere Firmen zurückgreifen. Von diesen Unternehmen, die überhaupt für einen Einstieg in Frage kommen, gibt es allerdings nur eine beschränkte Auswahl. Deren mediale Bekanntheit verschärft die Situation. Übernahmegespräche oder Bieterverfahren für bekannte Unternehmen erregen viel Aufmerksamkeit in der Branche und treiben die Preise damit zusätzlich in die Höhe.

Deutlich attraktiver ist das untere und mittlere Marktsegment, das wir in Deutschland gerne als etablierten Mittelstand bezeichnen. Hier ist nicht nur die Anzahl der möglichen Beteiligungsziele ungleich höher. Das Wertsteigerungspotential durch Synergieeffekte, die Etablierung internationaler Standards, Expansion, Internationalisierung und Zukäufe ist deutlich größer als bei globalen Konzernen. Dazu gibt es in vielen mittelständischen Unternehmen eine große Baustelle, die gleichzeitig hohes Potential verspricht: die Digitalisierung. Die Unternehmen stehen vor der Herausforderung ganze Abschnitte der Wertschöpfung digitalisieren und automatisieren zu müssen oder Online-Angebote zu schaffen. Private-Equity-Fondsmanager, die Erfahrung mit solchen Transformationen haben und operativ oder mit ihrem Netzwerk unterstützen können, bieten das beste Ertragspotential. Sie sind daher extrem gefragt und könnten teilweise ein Vielfaches an Kapital von Investoren annehmen, als sie tatsächlich tun.

Warum kann die RWB in die gefragtesten Fonds investieren?

Gute Fondsmanager erhöhen ganz bewusst das Fondsvolumen von einer zur nächsten Generation gar nicht oder nur moderat. Denn sie können nur eine gewisse Anzahl an Beteiligungen adäquat betreuen, um wirklich eine gute Wertsteigerung in den Unternehmen zu erreichen. Sie müssen daher vielen Interessenten eine Absage erteilen. Den Zugang zu den begehrten Private-Equity-Fonds erhalten dann vor allem die Bestandsinvestoren, mit denen die Manager bereits in der Vergangenheit – also in den bisherigen Fondsgenerationen – zuverlässig zusammengearbeitet haben. Für neue Investoren sind die Zugangsbarrieren zu den etablierten und erfolgreichsten Fondsmanager sehr hoch. Die RWB ist nunmehr seit 20 Jahren – als einer der deutschen Vorreiter – im Private-Equity-Markt aktiv. Wir haben über zwei Jahrzehnte ein umfangreiches Netzwerk mit Beziehungen zu den besten Fondsmanagern aufgebaut und können daher für unsere Anleger in die vielversprechendsten Fonds investieren. Neben einer aufwendigen und umfangreichen Analyse der Investitionsmöglichkeiten ist ein großer Teil unserer Arbeit das, was man heute als neudeutsch „Peoples Business“ bezeichnet. Wir pflegen den engen Austausch mit Fondsmanagern weltweit und sprechen häufig schon Monate oder Jahre vor der nächsten Fondsgeneration mit unseren Ansprechpartnern und erarbeiten uns so einen Vorteil gegenüber der Investorenkonkurrenz. Durch diese Arbeitsweise haben wir teils über Jahre hervorragende Beziehungen aufgebaut und so den Zugang zu einigen der renommiertesten Private-Equity-Fonds weltweit zu erhalten.

Die Philosophie dieser Arbeitsweise findet in der Private-Equity-Branche Anerkennung. Im Dezember 2018 hat unser Portfoliomanagement nach 2016 bereits zum zweiten Mal den internationalen Private Equity Exchange Award in der Kategorie ‚Bester global investierender Private Equity Investor unter 10 Mrd. US-Dollar‘ erhalten. Für unser gesamtes Team ist das eine besondere Auszeichnung. Denn das Urteil kommt von einer hochkarätigen Fachjury, bestehend aus internationalen Private-Equity-Experten. Mit unserem Netzwerk und unserer Philosophie sind wir sehr gut gerüstet und können unseren Anlegern auch in Zukunft vielversprechende Investitionen ermöglichen.

Dieser Blogbeitrag ist zuerst im RWB Anlegermagazin „Capital at Work“ erschienen. Das gesamte Magazin können Sie hier als PDF herunterladen.

 

1 Preqin, Oktober 2018: The Future of Alternatives

2 Preqin, April 2019: Investors Outlook: Alternative Assets H1 2019