Gegenwind für Ihr Vermögen


„Ein tiefer Fall führt oft zu höherem Glück."
William Shakespeare

ein Business-Mann und -Frau kämpfen mit ihren Regenschirmen gegen den Sturm an

In seinem wenig bekannten Stück „Cymbeline“ aus dem 17 Jhd. legt Shakespeare die oben genannten Worte in den Mund eines römischen Botschafters, der nach einer hässlichen Schlacht etwas Hoffnung stiften möchte.

Es heißt, dass man aus Niederlagen und schwierigen Situationen das Meiste für das Leben lernt. Dass man seine Lehren aus Fehlern zieht und durch jeden Verlust stärker wird. Ich gebe Shakespeare Recht, wenn man das Zitat auf das persönliche Leben bezieht. Für die Geldanlage gilt das allerdings nicht.

Ein tiefer Fall an den Aktienmärkten und ein damit verbundener Verlust führen unter keinen Umständen später zu einem höheren Glück. Man lernt höchstens, dass man offensichtlich genau zum falschen Zeitpunkt eingestiegen ist und das wohl besser nicht hätte tun sollen.

Das mit dem richtigen Einstieg in die Aktienmärkte ist ohnehin so eine Sache. Keine Frage bekomme ich auf unseren Vortragsreihen häufiger gestellt, als diese: „Wann ist der richtige Zeitpunkt? Sollte ich jetzt einsteigen?“.

Ich antworte darauf immer, dass jederzeit der richtige Zeitpunkt ist, wenn Sie Ihr Geld langfristig anlegen. Je früher Sie damit anfangen, desto besser. Die Zeitschrift „Die Welt“ veranschaulicht das Thema hervorragend in dem Artikel „Mit Aktien kann in Wahrheit gar nichts schiefgehen“.  

Es ist richtig, dass Sie sich bei Anlagehorizonten von 20 oder 30 Jahren kaum Sorgen darüber machen  müssen, dass Sie mit Aktien Geld verlieren. Ob Sie allerdings nach diesen langen Zeiträumen ein moderates (z.B. 3 Prozent Rendite pro Jahr), ein gutes (5-7 Prozent) oder ein hervorragendes (>10 Prozent)  Anlageergebnis erzielen, hat eine enorme Auswirkung auf Ihr Vermögen am Ende.

Stellen Sie sich einmal vor, dass Sie ein unglückliches Jahr für Ihren Anlagestart gewählt hätten. Sagen wir 2008, das Jahr der Finanzkrise. Sie hätten am 1. Januar angefangen, zu investieren und nun nach einem Jahr sind aus Ihren 30.000 Euro nach einem Jahresverlust von 40,37 Prozent nur noch 17.889 Euro übrig.

Nehmen wir weiter an, dass sich Ihr Kapital nach dem ersten Jahr für die nächsten 30 Jahre mit einem durchschnittlichen Zins von 7 Prozent verzinst. Aus 17.889 Euro werden dann insgesamt 136.176 Euro. Nicht schlecht! Nun schauen wir uns das Ganze einmal an, wenn Sie in dem ersten Jahr anstatt 40,37 Prozent Verlust nur 20 Prozent Verlust gemacht hätten. Anstatt 17.889 Euro hätten Sie also am Ende des ersten Jahres noch 24.000 Euro, die sich dann mit 7 Prozent weiter verzinsen. Ihr Endergebnis wäre dann 182.694 Euro und somit absolut um fast 50.000 Euro größer als im ersten Szenario.

 

Das Gleiche gilt für das Ende Ihres Anlagehorizonts. Stellen Sie sich wieder vor, dass sich Ihr Kapital über 30 Jahre lang mit 7 Prozent verzinst und dann im letzten Jahr von einer Finanzkrise getroffen wird, im Zuge derer Sie 40-50 Prozent Ihres über Jahrzehnte angesparten Kapitals verlieren. Keine schöne Vorstellung! Was kann man also tun, um vor allem die anfängliche Investitionssubstanz und die Gewinnsubstanz am Ende zu sichern?

Es gibt zwei Methoden, wie Sie Ihr Vermögen vor diesem „Timing-Risiko“ schützen können. Wenn Sie anstatt alles auf einmal zu investieren, regelmäßig monatlich investieren, verwässern Sie das Risiko eines ungünstigen einmaligen Einstiegszeitpunkts und profitieren vom sogenannten „Durchschnittskosteneffekt“. Wir wenden in unseren ETF-Strategien außerdem einen Schutzmechanismus („Maximum Drawdown Schutz“) an, der mittels eines festgelegten Regelwerks die ETFs verkauft, falls starke Verluste in kurzer Zeit entstehen.

Wir beobachten dabei jeden Tag den Schlusskurs des ETFs und sollte dieser 15 Prozent unter dem Höchststand des ETFs der letzten drei Monate liegen, so verkaufen wir den ETF, parken das Geld in einem Geldmarkt-ETF und investieren die Summe schrittweise nach drei und sechs Monaten.

 

 

Unser Sicherheitsgurt für Ihr Portfolio ist kein allwissender Performance-Algorithmus, der zu jeder Zeit die richtigen Einstiegs- und Ausstiegszeitpunkte findet. Er verschont Sie auch nicht von den natürlichen Schwankungen an der Börse. Er stellt aber sicher, dass Sie bei den großen Krisen ruhig schlafen können, da Ihre Verluste limitiert sind. Die Vermeidung dieser großen Verluste ist besonders am Anfang und am Ende Ihres Anlagehorizonts von entscheidender Bedeutung und kann Ihr Anlageergebnis signifikant erhöhen. Erfahren Sie mehr über unsere Anlagephilosophie im folgenden Film.